Aktuelles Heft

Die GIESSEREI ist die bedeutendste und auflagenstärkste Gießereifachzeitschrift Europas. Hier finden Sie den Inhalt der aktuellen Ausgabe 02/2026.

Branche | Meldungen

  • Konjunktur: BDG sieht „Seitwärtsbewegung auf niedrigem Niveau“
  • Betrieb gesichert: Ortrander Eisenhütte hat Zukunft
  • Gießerei Fondium: Lohnverzicht gegen Erhalt von Arbeitsplätzen

Branche | Porträt

  • Ostfriesisches Leda Werk im Strukturwandel ‒ Schrittweises Manöver durch die Transformation, Christian Thieme

Branche | Euroguss 2026

  • Messe-Nachbericht ‒ Das Rad neu erfunden, Katharina Koch, Kristina Krüger, Niklas Reiprich, Martin Vogt, Monika Wirth
  • Dritter Europäischer Druckguss-Wettbewerb – Neun Sieger stehen für Innovationskraft der Branche
  • 25. Druckgusstag 2026 – Technik ausgereizt, neue Ideen gesucht?

Special | Formen und Kerne

  • Quarzsand und seine Herausforderungen – Minimierung von Gesundheitsrisiken durch Feinstaub am Arbeitsplatz, Gemco Engineers
  • Laserbasierte Gussteilkennzeichnung – Wettbewerbsfaktor und technische Umsetzung, Stefan Ermert, Gerald Feuerstein
  • Thermisch-mechanische Sandregenerierung – CO2-freies Verfahren verbindet Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit, Ralf Paul Jung, Roberto dos Santos
  • Schlichteentwicklung – Neuartige Rezeptur für anorganische Bindersysteme, Hartmut Polzin, Theo Kooyers
  • Nasszugfestigkeit im Grünsand – Eine unterschätzte Steuergröße, Ulf Knobloch

Forschung

  • Offenzellularer Leichtbau – Kühlstrukturen für Leistungselektronik in der Mobilität, Mandy Uhlig, Christian Hannemann, Christian Eberlein, Tobias Ryll, Bernd Grüber

Prozess&Produkt

  • Induktion statt Kupolofen - Th. Schultz steigt auf CO2-arme Schmelztechnik um, Niklas Reiprich

Vorfreude auf die Lokhalle

© BDG
Martin Vogt, Chefredakteur der GIESSEREI © BDG

Die einfachsten Fragen haben oft komplexe Antworten. „Wie war die Euroguss?“ lautete eine der in den vergangenen Wochen am häufigsten gestellten. Unsere umfangreiche Nürnberg-Berichterstattung in dieser Ausgabe der GIESSEREI beleuchtet die Messe aus mehreren Perspektiven ‒ denn die eine Antwort gibt es natürlich nicht.

Ein Positivansatz ist zweifellos das von Handtmann vorgestellte, im Druckguss produzierte Aluminiumrad. Mancher Messebesucher wird mit einem gewissen Neid auf das Projekt schauen ‒ wohl wissend, dass der eigenen Firma schlicht die Ressourcen fehlen, um eine solche Entwicklungsvorleistung zu stemmen. Stattdessen kann man am Stand nur zeigen, was der OEM auch freigegeben hat ‒ die aktuellsten Teile fehlen dann und es ist ausgestellt, was eventuell schon gar nicht mehr aktuell ist.

Und natürlich stellt sich die Messegesellschaft vor jeder Veranstaltung erneut die Frage: Wie soll der Mix meiner Aussteller sein? Wie viele Asiaten lässt man zu? Inoffiziell war zu hören, da sei noch wesentlich mehr Nachfrage aus Fernost gewesen. Auch so aber ist klar: Deutschlands Gießer haben zu kämpfen ‒ und mancher wünscht sich durchaus eine aktivere Politik als Unterstützung.

Darüber und über viele weitere Themen werden wir mit Sicherheit auch auf dem nächsten Gießereitag sprechen. Dafür treffen wir uns in einer wunderbaren, historischen Location ‒ der Lokhalle in Göttingen, die ab 1917 als Ausbesserungswerk der Bahn gebaut worden war und seit einigen Jahren als Veranstaltungsort genutzt wird. Auch „Wetten dass?“ gastierte bereits dort. Auf der Webseite giessereitag.de können Sie sich jetzt schon für den Deutschen Gießereitag 2026 anmelden. Ich freue mich bereits auf die Tage: Die Kulisse ist toll, aber natürlich wird die Veranstaltung wegen ihrer Speaker überzeugen und damit verbunden mit Inhalten. Zum Einstieg kann es ‒ ähnlich wie im vergangenen Jahr in Aachen - natürlich nur ums große Ganze gehen, die Rahmenbedingungen, Wirtschaftspolitik. Auch Europa und die Märkte anderswo auf der Welt werden zur Sprache kommen. In weiteren Vorträgen und Sessions geht es dann in technischere Branchenthemen. Freuen Sie sich auf ein starkes Programm.

Und hier jetzt auf eine abwechslungsreiche Februarausgabe, die noch wesentlich mehr zu bieten hat als unsere Messestrecke. Unter anderem berichten wir in ausführlichen Fachartikeln über thermisch-mechanische Sandgenerierung, über Feinstaub und wie man diesem Gesundheitsrisiko begegnen kann. Wir berichten über eine neuartige Rezeptur für anorganische Bindersysteme, über laserbasierte Gussteilkennzeichnung. Und dann bietet Ihnen diese Ausgabe noch ein besonders spannendes Lesefutter ‒ unser Unternehmensporträt über das Leda Werk im ostfriesischen Leer. Viel Spaß bei der Lektüre!

PS: Ein vorläufig letztes Update zur Düsseldorfer Geisterbaustelle Roßstraße/Rolandstraße. Tatsächlich ist sie keine Geisterbaustelle mehr. Der Graben ist verfüllt und ebenso holprig geteert wie die ganze Roßstraße, Absperrungen und Baustellen-Ampel sind abgebaut.