Aktuelles Heft
Die GIESSEREI ist die bedeutendste und auflagenstärkste Gießereifachzeitschrift Europas. Hier finden Sie den Inhalt der aktuellen Ausgabe 04/2026.
Branche | BDG (Neue Rubrik!)
- Industrial Accelerator Act (IAA): Bewertung des EU-Instruments
- NRW-Branchendialog: Politik und Branche an einem Tisch
- Bürokratie: Zwischen Kundenorientierung und Ressourcenfalle
Branche | Meldungen
- Verteidigungsindustrie: Start von Matchmaking-Plattform
- IfM-Studie: KMU werden KI-affiner
- Weltverband WFO: Rafal Danko an der Spitze
Branche | Veranstaltungen
- VDI-Fachtagung: Technisch fit, aber noch irgendwie im Nachteil? Monika Wirth
- 50. Aachener Gießerei-Kolloquium: Gießen aus Passion - Bauteile, Prozesse, Gefüge, Eigenschaften, Monika Wirth
Forschung
- KI-Entwicklung: Adaptive Optimierung der Kornfeinung und Veredelung, Oliver Dünkelmann, Mile B. Djurdjevic, Sebastian Punsmann, Julian Schroter und Robin Unland
- Digitaler Datenraum: Materialwissen über Unternehmensgrenzen hinweg, Yoav Nahshon
Prozess & Produkt
- Beinbauer Group: Eisen wird ab 2027 elektrisch geschmolzen, ABP Induction
- Digitaler Produktpass für Aluminium-Coils: Rückverfolgbarkeit bis zum Schrottanteil, Hendrick Heck
- Anlagenmodernisierung: Eisengießerei Funosa investiert in neue Strahlanlage, Norman Peter
- Beheizung von Gießöfen: Die Leistungsversorgung von Rinneninduktoren mit IGBT-Umrichtern, Frank Donsbach, Sebastian Esser und Christian Reul
- Schaumstellen im Eisenguss: Oxidhaut, Temperaturverlauf und Schmelzführung als Einflussgrößen, Ulf Knobloch
- Vakuum-Formverfahren: Effizienz, Präzision und Nachhaltigkeit in der modernen Gießereitechnik, Olaf M. Kramer und Stefan Ermert
- Retrofit-Lösung bei AML: Rump reduziert sandbedingten Verschleiß, Heinz Neise
Management
- VDI-Studie zu KI auf dem Arbeitsmarkt: Innovationsfähigkeit durch Qualifizierung und Re-Skilling, Sarah Janczura
Blick durchs BDG-Schaufenster
Wie Sie wissen, wird die GIESSEREI ‒ übrigens der einzige im deutschen Markt publizierte, gedruckte Fachtitel der Branche ‒ vom Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie herausgegeben. Der Verband versteht sich als Interessenvertreter aller Branchenthemen – als deren Moderator, Sachwalter und auch als Agenda-Setter. Er ist also eine sehr zentrale Instanz, die mit zunehmender Konsequenz auch gegenüber jenen Gruppen die Brancheninteressen artikuliert, die maßgeblich die Rahmenbedingungen für die deutsche Gießereibranche setzen. Das ist nicht nur, aber sehr stark auch die Politik in Bund und Ländern.
Was unternimmt der Verband? Welche Initiativen wem gegenüber setzt der BDG? Was sind seine Positionen? Damit diese Inhalte für Sie als Leser noch deutlicher werden, haben wir eine neue Unterrubrik im Heftes eingeführt. Innerhalb der „Branche“ lesen Sie ab sofort auch den „BDG“. Diese Seiten, tatkräftig gestaltet und kuratiert von meiner Kollegin Kristina Krüger, die auch die Mitgliederkommunikation des Verbandes verantwortet, bündeln die Aktivitäten des Verbands. Beispielsweise lesen Sie in dieser Ausgabe unsere Information zum 20. März: Da hatten sich BDG, Gießer und IG Metall auf Verbandsinitiative im Düsseldorfer Haus der Gießerei-Industrie zum NRW-Spitzengespräch mit zwei Ministern aus dem Kabinett von Ministerpräsident Hendrik Wüst getroffen. Zu Gast waren Mona Neubaur (Wirtschaft) und Karl-Josef Laumann (Arbeit) ‒ mit durchaus überraschenden Details. So war für Laumann, CDU, die Tatsache ziemlich überraschend, dass der vieldiskutierte Industriestrompreis seiner Parteikollegin Katherina Reiche die Unternehmen sehr wenig entlastet. Das las Laumann im BDG-Positionspapier nach. Diese und viele weitere Themen finden Sie in der neuen Rubrik „Branche|BDG“ gleich im Anschluss an das Foto des Monats.
Zu einem ganz anderen Thema: Normalerweise berichten wir über Veranstaltungen mit einem klar inhaltlichen Schwerpunkt ‒ welche Vorträge werden auf Kolloquien gehalten? Wie sind die Themen einzuorden? Wie auch im Tagungsbericht zur VDI-Fachtagung in Biberach an der Riß in diesem Heft. Wie gesagt: normalerweise ‒ wenn nicht gerade eine Personalie im Vordergrund steht. Der diesjährige Aachen-Termin im altehrwürdigen Hörsaal stand deutlich im Zeichen des Abschieds von Prof. Andreas Bührig-Polaczek. Da darf sich auch eine gewisse Wehmut in den Text meiner Kollegin Monika Wirth mischen, die als Studentin, Doktorantin und Mitarbeiterin Teil der deutschen Gießerei-Forschungslandschaft war und überaus nachvollziehbar eine analytisch-reflektierende Perspektive in Ihren Artikel einfließen lässt. Forschung in Deutschland, was wird aus Dir? Das ist die Frage, denn die Zeiten werden ganz offensichtlich schwerer. Es fehlt nicht nur Geld im System, sondern an manchen Stellen auch der Wille, die Erkenntnisse weiterzutreiben. Auch wenn das Verfahren alt ist ‒ erst Forschung am Puls der Zeit formt durchschnittliche Gießernationen zur Exzellenz.