Aktuelles Heft

Die GIESSEREI ist die bedeutendste und auflagenstärkste Gießereifachzeitschrift Europas. Hier finden Sie den Inhalt der aktuellen Ausgabe 10-2023.

BRANCHE | MELDUNGEN

  • Staffelübergabe bei der Duisburger Modellfabrik
  • Seminar mit Werksführung – CO2-Minderung durch Wärmerückgewinnung
  • CO2-Kalkulationstool – FRED-Update live geschaltet
  • Cremer Erzkontor – Aufbereiter von Chromerzsand übernommen

BRANCHE | POLITIK

  • Von Mittelstand bis Wertschöpfungsnetzwerk – Die deutsche Industrie braucht schnelle Rahmenbedingungen, Tanja Gönner

FORSCHUNG

  • Korrosionsverhalten der Legierung A356 – Beeinträchtigen Nickelspuren die Qualität von Alurädern?, Takeshi Saito, Viktoria Horenburg, Raymond Luneng, Petter Åsholt, Leonhard Heusler, Friederike Feikus, Jan Hoffmann

PROZESS & PRODUKT

  • Dekarbonisierung von Gießereien – Gelungene Umstellung vom Kupol- zum Induktionsofen, Marco Rische, Wolfgang Baumgart, Sebastian Haardt, Stefan Schmitt
  • Schwimmbadtechnik – Rotguss und Bronze: Werkstoffe mit Tradition und Zukunft, Lisa Hamann, Alexander Ischebeck
  • Infrarotmesstechnik im 3-D-Druck – Die Temperatur muss stimmen, Andreas Theilacker, Torsten Czech
  • Neues Messsystem AloX – Mit Ultraschall Schmelzereinheit nachweisen, Thomas Waschkies, Andrea Mross, Nico Brosta, Nizamettin Dengiz, Tammo Koch, Thien Dang, Jan Krampe
  • Vorausschauende Wartung – Digitaler Zwilling überwacht den Tiegelzustand, Theresa Alberts, Florian Sipek, Alexander Kunz, Christian Abramowski
  • News

MANAGEMENT

  • Schnell einsatzbereiter Standard – KI out of the box, Markus Diesner

Salzburg wird Gießerhauptstadt

© BDG
Martin Vogt, Chefredakteur der GIESSEREI © BDG

So etwas wie eine offizielle europäische Gießer-Hauptstadt gibt es nach meiner Kenntnis nicht – gegossen wird an vielen Orten und dort auch oft mit einiger Geschichte, auch geforscht und gelehrt wird an vielen deutschen und europäischen Standorten.

Aber wenn wir für das kommende Jahr den Titel einer europäischen Gießer-Hauptstadt ausloben würden hätte ich einen klaren Favoriten: Salzburg. Unser Gießereiwelt wird sich in der Haupstadt des gleichnamigen österreichischen Bundeslandes zur Großen Gießereitechnischen Tagung treffen. Termin ist der 25. und 26. April 2024, und der Untertitel lautet: „Zukunft Guss: Transformation, Nachwuchs, Technik“ – denn genau dieser begriffliche Dreiklang formuliert die Eckpunkte der Branchen-Herausforderungen. Die Tagung wird von den Verbänden aus Österreich, Deutschland und der Schweiz gestützt, federführend bereiten die Veranstaltung in Salzburg das deutsche Haus der Gießerei-Industrie sowie aus Österreich das ÖGI und der Verein österreichischer Gießereifachleute Proguss Austria vor: Zwei Tage Konferenz mit vielen Hundert Teilnehmern wollen organisiert und programmatisch anspruchsvoll vorbereitet werden. Mit Hochdruck sind wir jetzt auf der Suche nach gehaltvollen Vorträgen und Themen – auf den Seiten 16 und 17 finden Sie unseren Call for Papers sowie im weiteren Verlauf des Heftes auch die Erinnerung an diesen Termin, zu dem wir alle gemeinsam Salzburg zur Gießer-Hauptstadt machen wollen.

Sicherlich wird es bei diesem intensiven Branchenaustausch auch immer wieder um das generelle Set-up gehen, in dem Unternehmertum agiert. Hierzu haben wir die Hauptgeschäftsführerin des BDI, Tanja Gönner, mit ihrem Gastbeitrag im Heft: Ab Seite 18 geht es um Rahmenbedingungen wie Bürokratie, Fach- und Arbeitskräfte, Digitalisierung, Transformation und Energie.

Zweifellos sind das alles Themen, die schwierig sind für unsere Branche – auch, weil sie allesamt von außen kommen, sich sozusagen unserem eigenen, anpackenden, ingenieursmäßigen Zugriff entziehen. Wie wohltuend sind da doch Fachthemen und Fragen, die wir mit unseren eigenen Methoden und Tools lösen und beantworten können. Wie auch immer wieder in der anwendungsorientierten Forschung wie unser Beitrag zeigt: Wie Autofahrer wissen, können auch aus Aluminium gegossene Räder korrodieren. Möglicherweise, so die These der Fachbeitrags-Autoren, seien die in der Legierung A356 vorhandenen Spuren von Nickel dafür verantwortlich. Das Ergebnis ihrer Untersuchungen lesen Sie ab Seite 22.

Abschließend möchte ich Ihnen einen weiteren Fachbeitrag ans Herz legen – die Umstellung vom Kupol- auf den Induktionsofen. Die Autoren benennen und arbeiten darin ab Seite 30 die wesentlichen Knackpunkte der Umstellung heraus, etwa die erhöhten Anforderungen an die Schrottqualität, soll das Aggregat mit hohem Wirkungsgrad effizient arbeiten. Dazu stellen sie u. a. verschiedene Tools vor, mit denen eine solche Umstellung erfolgreich gelingen kann.