Forschung Karriere
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06.07.2026

AI Engineering: TU Clausthal mit neuem Studiengang

Zum Wintersemester 2026/27 startet an der TU Clausthal ein neuer Bachelorstudiengang: "AI Engineering" soll die ingenieurwissenschaftliche Ausbildung von Beginn an mit Anwendungen der Künstlichen Intelligenz verbinden. 

Der neue Studiengang wird am Center for Digital Technologies (DIGIT) in Goslar angeboten und richtet sich an junge Menschen, die die technischen Grundlagen von KI verstehen, eigene Lösungen entwickeln und sie verantwortungsvoll in Ingenieuranwendungen einsetzen möchten. „Mit AI Engineering reagieren wir auf einen klaren Bedarf aus Industrie und Gesellschaft“, sagt Professor Andreas Rausch, Leiter des Clausthaler Instituts für Software and Systems Engineering und wissenschaftlicher Direktor des DIGIT. „Unsere Arbeitswelt wird sich durch KI fundamental verändern. Wir wollen Ingenieurinnen und Ingenieure ausbilden, die KI nicht nur anwenden, sondern kritisch bewerten und gezielt als Werkzeug für bessere, sicherere und nachhaltigere technische Lösungen einsetzen.“

Enge Kooperation mit Unternehmen der Region

Ein besonderes Merkmal von AI Engineering ist der konsequent projektorientierte Ansatz. Über alle Semester hinweg arbeiten die Studierenden in kleinen Teams an praxisnahen Aufgabenstellungen aus Industrie, Energieversorgung, Umwelt- und Verfahrenstechnik oder Mobilität. Klassische ingenieurwissenschaftliche Methoden werden dabei mit datengetriebenen und KI-basierten Ansätzen verknüpft. Die enge Kooperation mit Unternehmen der Region – von Werkstudententätigkeiten bis hin zu gemeinsamen Entwicklungsprojekten – erleichtert den Übergang in das Berufsleben.

Der neue Bachelorstudiengang ist für sechs Semester konzipiert. Vermittelt werden neben Grundlagen in Informatik, Mathematik und Ingenieurwissenschaften insbesondere AI Literacy – das Verstehen, Bewerten und verantwortungsvolle Nutzen von KI – sowie Data Literacy, also der kompetente Umgang mit Daten über den gesamten Lebenszyklus.

Im ersten Semester erlernen die Studierenden die Grundlagen und erhalten einen Überblick über die Studienrichtungen. Ab dem zweiten Semester erfolgt die Wahl einer von acht Vertiefungen: Computational Engineering, Energy Systems Engineering, Elektronische Systeme, Geo-Environmental Engineering, Materials Engineering, Mathematical Foundations of AI, Processes und Software Engineering. So können die Studierenden ihr Profil gezielt auf unterschiedliche Branchen ausrichten. 

Beitragsbild: DIGIT