Der Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie (BDG) hat in mehreren Forschungsprojekten die wirtschaftliche Verwertung von Gießerei-Altsanden in der Glasindustrie untersucht. Im Oktober wurde nun das erteilte Patent veröffentlicht.
Der BDG hat ein europäisches Patent für ein Verfahren zur Nutzung von Gießerei-Altsanden in der Glas-Industrie erhalten. Zuvor wurde dieses in drei Forschungsprojekten entwickelt, von denen zwei von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert wurden. Das erste startete bereits 2017. Im zweiten, abschließenden DBU-Projekt wurde das zugrunde liegende Konzept auf industriellen Maßstab skaliert, um die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens nachzuweisen. Durch die nun erfolgte Patenterteilung soll die gesamte Branche auch zukünftig von den Ergebnissen profitieren.
Hintergrund der Entwicklung sind steigende Kosten für die Deponierung bei gleichzeitig sinkenden Deponierungskapazitäten. Alternative Verwertungsstrategien für Gießerei-Altsande vermeiden beides und schonen außerdem Ressourcen und Umwelt. Recycling im Straßenbau, in der Zement- oder Ziegelindustrie ist möglich, aber mengenmäßig beschränkt und tendenziell kaum zu steigern. Der BDG hat deshalb zusammen mit Kooperationspartnern untersucht, ob Gießerei-Altsande als Sandkomponente auch in der Glasindustrie, genauer bei der Herstellung von farbigem Behälterglas, eingesetzt werden können.
Die technischen Details des Projekts wurden in der GIESSEREI 09/2022 veröffentlicht. Als Abonnent haben Sie vollen Zugriff auf diese und viele weitere Ausgaben in unserem E-Paper-Archiv. Alle Infos unter: Abomodelle - Home of Foundry
Beitragsbild: BDG