Die insolvente Zinkdruckgießerei GSH Sachsen kann seine Produktion am Standort Hartha vorerst fortführen. Nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters Dr. Dirk Herzig (Schultze & Braun) und Geschäftsführer David Thiel ist die Fertigung durch neu eingegangene Kundenaufträge bis mindestens Ende Juni 2026 ausgelastet. Die Investorensuche läuft indes weiter.
Die aktuellen Aufträge verschaffen GSH Sachsen zusätzlichen Spielraum für Gespräche mit potenziellen Investoren. Dem Unternehmen zufolge liegt bereits eine erste Interessensbekundung vor - ein Vor-Ort-Termin werde derzeit abgestimmt. „Wer Interesse an einem Einstieg bei der GSH Sachsen GmbH hat, kann sich gerne melden. Fakt ist aber auch weiterhin: Der Einstieg eines Investors ist zwingend notwendig, um die Produktion in Hartha langfristig fortführen zu können", betonen Herzig und Thiel.
In den vergangenen Monaten ist GSH Sachsen in eine finanzielle Schieflage geraten. Als Ursachen nennt die Zinkdruckgießerei unter anderem kurzfristige und nicht vorhersehbare Umsatzrückgänge infolge der Krisen in den Kundenbranchen sowie die Insolvenz eines wichtigen Abnehmers. Die daraus entstandene Liquiditätslücke habe nicht mehr aus eigener Kraft geschlossen werden können, sodass das Unternehmen im Oktober 2025 einen Insolvenzantrag stellen musste.
Die GSH Sachsen geht auf einen 1991 gegründetes Unternehmen zurück und ist auf Zinkdruckgusslösungen, aber auch komplette Baugruppenmontagen spezialisiert. Am Unternehmenssitz in Hartha (Sachsen, nördlich von Chemnitz) sind rund 25 Mitarbeitende für die GSH Sachsen tätig. Deren Löhne und Gehälter sind laut Unternehmen bis Ende Dezember 2025 über das Insolvenzgeld abgesichert. Im Anschluss sollen sie bis Ende Juni 2026 aus den laufenden Aufträgen finanziert werden.
Beitragsbild: GSH Sachsen