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08.01.2026

Euroguss: Induktion im Aufwind

Das in diesem Artikel erwähnte Unternehmen ist Aussteller auf der kommenden EUROGUSS.
EUROGUSS

Erstmals präsentiert sich ABP Induction auf der Euroguss 2026 – und das mit klarer Mission. Welche Lösungen das Unternehmen für die Herausforderungen bei Dekar­boni­sierung, Digitalisierung, demogra­fischer Wandel und Globalisierung im Gepäck hat und weshalb der Schritt zur Messebeteiligung strategisch bedeutsam ist, erläutert Alexander Keller, Head of System Sales.

Für ABP Induction markiert die Premiere auf der Euroguss einen strategischen Meilenstein. Das Unternehmen, das seit mehr als hundert Jahren die Metallindustrie mit Induktionstechnik beliefert, richtet den Blick zunehmend auf die Aluminiumbranche – und sieht sich dort zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Gerade die Themen Dekarbonisierung und Digitalisierung hätten sich auf der Euroguss 2024 als zentrale Anliegen der Besucher gezeigt und damit den Ausschlag gegeben, 2026 selbst auszustellen.

Im Zentrum des Messeauftritts stehen technologische Lösungen für eine klimafreundlichere Aluminiumproduktion. Der Markt dominierte lange Zeit gasbasierte Schmelztechnik – ein Status quo, der sich nicht halten lässt. "Derzeit werden wahrscheinlich 95 Prozent des sekundären Aluminiums mit Gasöfen produziert. Die Induktionstechnik war lange Zeit eine Nischentechnik, weil CO₂ nicht so stark im Fokus war und Gas als günstiger Energieträger verfügbar war. Die Situation hat sich inzwischen geändert", erklärt Alexander Keller, Head of System Sales. Alternative Energieträger wie Wasserstoff oder Biogas seien zwar interessant, würden aber neue Herausforderungen mit sich bringen, darunter Qualitätsrisiken oder eingeschränkte Verfügbarkeit. Für Keller ist daher klar: "Induktion in Kombination mit grünem Strom ist die einzige relevante Alternative, eine annähernd CO₂-neutrale Produktion von Aluminium zu erreichen."

Neben dem Nachhaltigkeitsaspekt rückt ABP die Energieeffizienz in den Vordergrund. Die Technologie induziert das Magnetfeld direkt im Material, was Energieverluste minimiert. Zudem bietet die Wasserkühlung der Systeme Potenzial zur Wärmerückgewinnung für die Nutzung in anderen Prozessstufen. Parallel zur Hardware treibt ABP auch die digitale Transformation voran. Mit "myABP" und "ABP Intelligence" hat das Unternehmen ein digitales Ökosystem geschaffen, das Daten, Prozesse und Wissen vernetzt. „Auf Basis der breiten Nutzung und Datenauswertung erzielen unsere Kunden Energieeinsparungen bis zu 20 Prozent und Produktivitätssteigerungen bis zu 5 Prozent – durch optimierte Schmelzführung, intelligente Bedienerführung und datenbasierte Analysen“, sagt Keller.

Auf der Euroguss will ABP zeigen, wie diese Entwicklungen in der Praxis aussehen. Transformationsprojekte bilden dabei einen Schwerpunkt: Seit über zwei Jahrzehnten unterstützt ABP Gießereien beim Umstieg von kohlebefeuerten Öfen auf Induktion. "Kundenprojekte starten in der Regel mit einer Transformation Study, in der wir zusammen mit dem Anwender festlegen, wie die Gießerei-Anlage in 20 Jahren aussehen soll", erläutert Keller. Anschließend werde das modernisierte Werk mithilfe eigener Simulationssoftware visualisiert.

ABP Induction

Halle 4, Stand 508

Beitragsbild: ABP Induction