KI-Avatare live erleben
Wie sieht die industrielle Zusammenarbeit von morgen aus – und welche Rolle spielt dabei das Metaverse? Die Fachleute des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO für laden auf der Hannover Messe ein, in neue Formen des Engineerings, der Serviceentwicklung und der Mensch-Maschine-Interaktion einzutauchen.
Für Austausch und Fragen stehen nicht nur die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zur Verfügung. Es ist auch möglich, mit fotorealistischen, sprachfähigen KI-Avataren zu interagieren und die zahlreichen Einsatzmöglichkeiten des industriellen Metaversums mit virtuellen Expertinnen oder Experten anschaulich zu erkunden.
Besonderes Highlightist der digitale Zwilling von Joseph von Fraunhofer, der selbst für Gespräche bereitsteht (s. Beitragsbild). Messebesucherinnen und -besucher können mit dem Namenspatron der Fraunhofer-Gesellschaft in den Dialog treten und live erleben, welche Möglichkeiten Avatare heute etwa in der Mensch-Maschine-Kommunikation bieten und wie sie insbesondere im Metaverse als digitaler Begegnungsraum eingesetzt werden können.
Doch es bleibt nicht bei einer einzelnen Demo: Am Stand warten zusätzlich die Added Value Avatars (AVA) – Digitale Zwillinge realer Personen, die durch ein Zusammenspiel aus großem Sprachmodell und lokalem Wissenssystem in Echtzeit Fragen beantworten. Für Unternehmen eröffnen sie völlig neue Wege, Expertise jederzeit, überall und in konsistenter Qualität verfügbar zu machen. »Schon heute können Menschen, die quer über den Globus verstreut sind, zeit- und raumentkoppelt sogenannte Added Value Avatare im Metaverse einbinden und somit Expertenwissen in ihre Entscheidungsprozesse integrieren und kollaborativ an innovativen Lösungen arbeiten«, sagt Dr. Stephan Wilhelm, der die Entwicklung des Fraunhofer-Avatars am Fraunhofer IAO leitet.
Industrial Metaverse zum Anfassen
Wie es sich anfühlt, wenn Entwicklungsprozesse nicht mehr zweidimensional auf dem Bildschirm stattfinden, sondern in einem immersiven Raum, der sofortige Entscheidungen möglich macht? Die Collaborative Powerwall, das Zentrum des Fraunhofer Exponats, macht es unmittelbar erfahrbar. Besucherinnen und Besucher können dank Echtzeitvisualisierung und Trackingsystem vollständig in die virtuelle Umgebung eintauchen. Die Technologie ermöglicht eine maßstäbliche Multiviewer-Ansicht eines dreidimensionalen Objekts im virtuellen Raum mit Interaktionsmöglichkeiten am Objekt in Echtzeit. So können zwei Personen gleichzeitig das Objekt oder einen Prototyp aus ihren persönlichen Perspektiven betrachten und diskutieren. Wie diese Technologie konkret eingesetzt werden kann und ihr volles Potenzial entfaltet, erläutern die Expertinnen und Experten des Fraunhofer IAO vor Ort am Messe-stand. »Wir unterstützen nicht nur bei der Installation der Hardware, sondern bieten auch Beratung, um den Aufbau und die IT-Integration am unternehmensspezifischen Bedarf auszurichten. Für den ersten Schritt bieten wir sogar eine kostengünstige Leihstellung der kompletten Infrastruktur an. So können erste Erfahrungen gesammelt und wertvolle Vorteile in der eigenen Unternehmensumgebung gesammelt werden«, erklärt Dr. Matthias Bues, der am Fraunhofer IAO das Team »Visual Interactive Technologies« leitet.
Eintauchen in die Zukunft der Industrie
Auf der Hannover Messe 2026 macht das Fraunhofer IAO das Industrial Metaverse erlebbar – mit immersiven Visualisierungen, fotorealistischen KI-Avataren und Digitalen Zwillingen, die Unternehmen bereits heute konkrete Mehrwerte bieten. Vom 20. bis 24. April 2026 können Messebesucherinnen und -besucher am
Fraunhofer-Gemeinschaftsstand (Halle 11, Stand D33) in virtuelle Welten eintauchen und neueste Forschungsergebnisse aus Engineering, Serviceentwicklung und kollaborativem Arbeiten ausprobieren.
Beitragsbild: Aristidis Schnelzer