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Foto: Kutluk Teutoguss
23.06.2026

Kutluk Teutoguss leitet Insolvenzverfahren ein

Die Kutluk Teutoguss GmbH hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet. Der zuständigen Kanzlei zufolge haben Kunden des Unternehmens avisierte Aufträge eingeschränkt oder storniert. 

Teutoguss ist eine traditionsreiche Eisengießerei, die am Standort Hörstel knapp 50 Mitarbeiter beschäftigt. Mit den dort produzierten Teilen aus Grau- und Sphäroguss beliefert man europaweit Kunden aus dem Maschinenbau, dem Schiffsbau oder der Windkraft. Das Geschäftsmodell sei grundsätzlich tragfähig, erklärt Dr. Georg Heidemann von Heidemann Küthe Rechtsanwälte, der im Insolvenzverfahren die Aufgaben des Generalbevollmächtigten übernimmt. Die anstehende Restrukturierung biete die Chance, "das Unternehmen langfristig zu stabilisieren und profitabel zu machen, indem wir uns strategisch auf neue Kunden und Aufträge ausrichten". 

Als eigenständige Traditionsgießerei was Teutoguss nach über 200-jähriger Firmengeschichte im Jahr 2021 erstmals wirtschaftlich in Schieflage geraten. Im April 2025 übernahm die international tätige Gießereigruppe Kutluk Döküm Group die Vermögenswerte der Eisengießerei. Unter der Marke Kutluk Teutoguss positionierte sich der Standort seitdem als „Gießerei der besonderen Art“ mit hochwertigen Gussteilen, umfassender Beratung, modernen Anlagen und zertifizierten Prozessen, um anspruchsvolle Kunden zu binden. Damit sollte Kutluk Teutoguss unabhängiger von der klassischen Automobilindustrie werden, sich breiter aufstellen und sich zukunftsgerichteten Anwendungen im Energie- und Maschinenbau zuwenden.

Beitragsbild: Kutluk Teutoguss