Die Laempe Mössner Sinto GmbH ist mit dem Hugo-Junkers-Preis 2026 des Landes Sachsen-Anhalt ausgezeichnet worden. Das Unternehmen aus Barleben gewann in der Kategorie „Innovativste Produkte, Dienstleistungen & Geschäftsmodelle“ den ersten Platz für die Entwicklung seines industriellen 3D-Druckverfahrens inklusive des 3D-Sanddruckers L3D-200.
Der Hugo-Junkers-Preis zählt zu den bedeutendsten Innovationspreisen des Landes Sachsen-Anhalt und würdigt herausragende Forschungs- und Entwicklungsleistungen mit hoher gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Relevanz. Die Auszeichnung wurde am 11. Juni im Magdeburger Jahrtausendturm durch Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann (SPD) verliehen. Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 80.000 Euro vergeben.
Industrielle Innovation aus Sachsen-Anhalt
Ausgezeichnet wurde die von Laempe entwickelte 3D-Drucklösung für die automatisierte Herstellung von Sandkernen und Formen in der Gießerei-Industrie. Die Technologie ermöglicht die direkte Fertigung komplexer Bauteile aus digitalen Daten – werkzeugfrei, ohne Rüstzeiten und mit hoher Gestaltungsfreiheit. Durch schnelle, automatisierte Prozesse und integrierte Qualitätskontrollen, so Laempe, verbinde der 3D-Drucker L3D-200 die Vorteile der additiven Fertigung mit den Anforderungen industrieller Serienproduktion.
Der 3D-Drucker gehört zu den schnellsten Anlagen weltweit in seinem Segment. In der Begründung der Jury heißt es, dass das automatisierte 3D-Druckverfahren die Herstellung von Formen und Kernen grundlegend neu organisiert und durch seine industrielle Skalierbarkeit Aufwand, Kosten und Komplexität in der Produktion reduziert. Damit leiste die Technologie einen wichtigen Beitrag zu effizienteren, flexibleren und wirtschaftlicheren Gießereiprozessen. "Mit dem L3D-200 haben wir eine Technologie entwickelt, die additive Fertigung in die industrielle Praxis überführt. Unser Ziel war von Anfang an, die Vorteile des 3D-Drucks mit der Produktivität, Prozesssicherheit und Wirtschaftlichkeit moderner Serienfertigung zu verbinden", sagt André Klimm, Geschäftsführer von Laempe.
Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann würdigte die Bedeutung innovativer Entwicklungen aus Sachsen-Anhalt: „Die Preisträgerinnen und Preisträger zeigen eindrucksvoll, wie aus exzellenter Forschung konkrete Lösungen entstehen, die unser Leben verbessern können. Gerade in herausfordernden Zeiten sind es solche Entwicklungen, die Mut machen und Perspektiven eröffnen. Sachsen-Anhalt ist ein Land der Innovationen – an unseren Hochschulen sowie außeruniversitären Forschungseinrichtungen und ebenso in Unternehmen.
Der Gewinn des Hugo-Junkers-Preises ist bereits die zweite bedeutende Auszeichnung innerhalb weniger Monate für die von Laempe entwickelte 3D-Drucktechnologie. Erst im Herbst 2025 wurde das Unternehmen auf der internationalen Leitmesse Formnext mit dem renommierten „(R)evolution Award“ ausgezeichnet.
Vom 23. bis 25. Juni 2026 öffnet Laempe seine Türen und präsentiert aktuelle Entwicklungen aus den Bereichen Kernfertigung, Automatisierung, Digitalisierung und additive Fertigung. Im Mittelpunkt steht dabei auch der L3D-200. Besucher erhalten Einblicke in die Technologie, die Entwicklungsarbeit hinter dem Projekt sowie die Möglichkeiten des industriellen 3D-Drucks für die Gießereiindustrie. Darüber hinaus zeigt Laempe seine Kompetenz als Full-Service-Anbieter entlang der gesamten Kernfertigung – von klassischen Kernschießmaschinen über Automatisierungslösungen bis hin zu digitalen Anwendungen.
Beitragsbild: Laempe