Speira hat in Neuss einen neuen Recyclingofen für Getränkedosen eingeweiht. Damit ist ein 40-Millionen-Euro-Investment zugunsten der Transformation im Rheinwerk abgeschlossen.
Rund 40 Millionen Euro hat Speira eigenen Angaben zufolge in die Transformation des Standorts investiert. Konkret flossen die Mittel in den neuen Ofen mit einer jährlichen Kapazität von etwa 60.000 Tonnen, die Optimierung der dritten von vier Gießanlagen für Recyclinglegierungen sowie zusätzliche Lagerflächen für 6.500 Tonnen Dosenschrott. Dazu gehören auch großzügige Einrichtungen für die Annahme und die Beprobung der ankommenden Schrotte. Der neue Ofen ist zudem „h2 ready“ - also bereit, wenn das Rheinwerk eines Tages ans Wasserstoffnetz angeschlossen wird.
„Eine Industrie, die wertvolle Rohstoffe im Kreislauf hält, ist im Vorteil: sie ist nicht nur nachhaltiger, sondern auch wettbewerbsfähiger und krisenfester", sagte NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur bei der Einweihung des neuen Ofens. NRW biete die richtigen Bedingungen, damit zirkuläre Geschäftsmodelle und grüne Technologien erfolgreich seien. "So sichern wir Wertschöpfung und Industriejobs für die Zukunft", betont Neubaur.
Die zusätzlichen Kapazitäten ermöglichen es Speira, deutlich mehr Schrott in hochwertige Aluminiumprodukte zurückzuführen und damit den Einsatz von energieintensiven Primärrohstoffen weiter zu reduzieren. „Europa braucht mehr Kreislaufwirtschaft und weniger Rohstoffverluste", so Einar Glomnes, CEO von Speira, der auch die Vorteile für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie und das Klima hervorhebt. Das Recycling von Aluminium benötige rund 95 Prozent weniger Energie als die Primärherstellung.
Speiras Geschäft mit recyceltem Aluminium entwickelt sich für Getränkedosen besonders dynamisch. Zu den Partnern des Unternehmens gehört unter anderem der österreichische Getränkehersteller Red Bull, der ebenfalls bei der EInweihung zu Gast war. Die steigende Nachfrage nach zirkulärem Dosenmaterial ist ein wesentlicher Treiber für den Ausbau der Recyclingkapazitäten im Rheinwerk.
Beitragsbild: Speira