Trimet errichtet in Hamm einen neuen Standort für die Aufbereitung und Sortierung von Aluminiumschrotten. Das Werk soll die Versorgung der Gießereien und Umschmelzwerke mit hochwertigen Recyclingrohstoffen stärken.
Die steigenden Anforderungen an Ressourceneffizienz und Klimaschutz erhöhen die Nachfrage der verarbeitenden Industrie nach Recyclingaluminium und setzen die internationalen Schrottmärkte unter Druck. Da die verfügbaren Schrotte aber stark unterschiedliche Zusammensetzungen aufweisen, stellt ihre Aufbereitung für die Wiederverwertung hohe Anforderungen an Sortierung und Analyse.
Diese Aufgabe übernimmt künftig der neue Trimet-Standort in Hamm. Eine moderne Sortieranlage analysiert Aluminiumschrotte mit der Laser-Technik LIBS und ordnet das Material automatisch verschiedenen Fraktionen zu. Das System wertet Trimet zufolge bis zu 150 Teile pro Sekunde spektroskopisch aus und identifiziert selbst geringe Anteile von Legierungselementen wie Silizium, Kupfer, Eisen oder Magnesium. Anschließend werden die Schrotte mithilfe gezielter Luftimpulse automatisch den jeweiligen Materialfraktionen zugeordnet. Eine Schrottpresse verdichtet das Material zu transport- und schmelzfähigen Paketen.
Der Standort ist für eine Kapazität von 40.000 Tonnen pro Jahr ausgelegt und wird im Oktober 2026 den Betrieb aufnehmen. Damit integriert das Unternehmen Arbeitsschritte, die bislang überwiegend externe Partner übernommen haben. Durch die Einbindung dieser Prozesse in die Produktionsplanung der Aluminiumhütten und Recyclingwerke - so Trimet - könne man die Bereitstellung von Legierungen flexibler steuern, die Abhängigkeit von Primärrohstoffen reduzieren und zugleich die CO2-Bilanz der Werkstoffe verbessern. "Mit dem neuen Standort in Hamm schaffen wir zusätzliche Unabhängigkeit bei der Rohstoffversorgung und stärken gleichzeitig unsere Fähigkeit, hochwertige Recyclingwerkstoffe für die Industrie bereitzustellen", fasst der Vorstandsvorsitzende Philipp Schlüster abschließend zusammen.
Beitragsbild: Trimet