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Foto: Everllence
30.06.2026

Volkswagen verkauft Mehrheit an Everllence

Der Volkswagen-Konzern gibt die Mehrheit an seiner Großmotorentochter Everllence ab. Die Wolfsburger haben sich mit dem us-amerikanischen Finanzinvestor Bain Capital auf den Verkauf von 51 Prozent der Anteile verständigt. 

Mit der geplanten Transaktion will sich Volkswagen für die laufende Transformation stärken. Eigenen Angaben zufolge bringt der Verkauf circa 7,4 Milliarden Euro ein. Für Volkswagen-CEO Oliver Blume ist dies mit einem "Mehrwert für alle" verbunden: "Schlankere Strukturen und Prozesse geben Everllence die Chance auf weiteres Wachstum in attraktiven Märkten. Gleichzeitig können wir uns damit noch stärker auf unser Kerngeschäft konzentrieren", so Blume. 

Konkret soll Everllence durch die neue Eigentümerstruktur sein Wachstum in der globalen Schifffahrt sowie in den Bereichen Datacenters und Energiewirtschaft weiter fortsetzen. "Die finanzielle Stärke, strategische Expertise und das globale Netzwerk von Bain Capital sollen unsere Position stärken, Innovationen voranzutreiben, Spitzentechnologie zu skalieren und neue Märkte zu erschließen", erklärt Dr. Uwe Lauber, CEO von Everllence.

Deutsche Standorte bis mindestens 2030 gesichert

Die deutschen Standorte von Everllence sind laut Vereinbarung vorerst gesichert: Die Werke Augsburg, Oberhausen, Berlin, Hamburg und Ravensburg sollen bis mindestens Ende 2030 erhalten bleiben. Betriebsbedingte Kündigungen seien in diesem Zeitraum ausgeschlossen, so VW.

Mit rund 16.000 Beschäftigten und einem Umsatz von 4,9 Milliarden Euro zählt Everllence zu den global bedeutendsten Herstellern von Großmotoren, Turbomaschinen und Dekarbonisierungslösungen. Seit der Übernahme durch die Volkswagen Group vor acht Jahren wurde der Anbieter von Antriebs-, Dekarbonisierungs- und Effizienzlösungen für die Schifffahrt, die Energiewirtschaft und die Industrie strategisch neu ausgerichtet, operativ gestrafft und im Juni 2025 unter dem Namen Everllence (davor MAN Energy Solutions) neu positioniert. 

Beitragsbild: Everllence