Unternehmen Forschung
21.07.2026

ZIM muss offen bleiben!

Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) gilt als das Flaggschiff unter den Förderprogrammen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE). Es stellt schnelle Forschungsergebnisse mit nachhaltiger Wirkung sicher. Der aktuelle Antragsstopp bremst Innovationen aus dem Mittelstand in dieser wirtschaftlich angespannten Situation aus. "Das ZIM muss offen bleiben“, fordert deshalb der Vorstand der AIF – Allianz für Industrie und Forschung, Thomas Reiche. Die AIF stehe zur Verfügung, um gemeinsam eine Lösung zugunsten des forschenden Mittelstandes zu finden.   

Das ZIM ist ein Förderprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums, das „kreative Unternehmen bei der Realisierung guter Ideen mit passgenauen Fördermöglichkeiten“ unterstützt, heißt es auf der BMWE-Website. Die AiF Projekt GmbH ist als Tochterunternehmen des AIF e. V beliehener Projektträger für die Projektform FuE-Kooperationsprojekte sowie für Internationale Kooperationen im Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand des BMWE. Der Bundeshaushalt 2026 stellte rund 558 Millionen Euro für das ZIM und das Innovationsprogramm für Geschäftsmodelle und Pionierlösungen (IGP) zur Verfügung. Zur Zielgruppe gehören mittelständische Unternehmen; gefördert werden aber auch mit ihnen kooperierende Forschungseinrichtungen wie Universitäten und Hochschulen. Das Programm ist branchen- und technologieoffen.

„Eine umfassende Evaluation bestätigte vor etwa 24 Monaten die enorme Wirkung des Programms zur Stärkung der Innovationskraft von Unternehmen. Insbesondere die Arbeit der ZIM-Projektträger bezüglich Beratung der Unternehmen und Forschungseinrichtungen vor der Antragstellung und der Begleitung der Innovationsvorhaben in allen Phasen des Forschungs- und Entwicklungsprojekts wurde hier positiv hervorgehoben“, erinnert der AIF-Vorstand Thomas Reiche. Gleichzeitig weist er auf den Hebeleffekt hin, der in dieser Evaluation mit zirka 1,9 beziffert wurde: „Das heißt, pro einem Euro an Fördermitteln geben die Unternehmen 1,90 Euro zusätzlich für Forschung und Entwicklung aus.“  Eine Aufhebung des befristeten Antragsstopps wird laut BMWE für Anfang 2027 angestrebt. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz unter dem ehemaligen Vizekanzler und Bundesminister Robert Habeck verhängte schon einmal, am 7. Oktober 2021, einen ZIM-Antragsstopp von insgesamt zehn Monaten bis zum 3. August 2022. „Die Spuren waren noch nicht ganz aufgeholt“, mahnt Thomas Reiche.

Beitragsbild: FEhS