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© GTP Schäfer
01.04.2023

Gleichbleibende Qualität bei synthetischen Formsanden

GTP Schäfer hat ein Problem gelöst, das viele Gießereien bis heute bewegt: die häufig schwankende Qualität von marktüblichen, synthetischen Formsanden – und die damit verbundenen negativen Auswirkungen auf den Guss. Der von dem Grevenbroicher Unternehmen entwickelte synthetische Formsand, der unter dem Namen Ceratec vertrieben wird, zeichnet sich durch Körner aus, die eine nahezu perfekte Kugelform aufweisen. Dies gewährleistet ein optimales Abgussverhalten.

Bei der Entwicklung von Ceratec spielte eine wesentliche Rolle, dass es dem Speiserhersteller als einem der wenigen Formstoff-Anbieter gelungen ist, die gesamte Lieferkette zu kontrollieren – von der Mine bis zum Abnehmer. Dies war die entscheidende Voraussetzung dafür, um synthetischen Formsand mit konstanter Materialqualität produzieren und Gießereien damit versorgen zu können.

Schwankende Qualitäten bei synthetischem Formsand können bei Gießereien Probleme verursachen, die mit höherem Binderverbrauch, Penetrationen, Vererzungen und schlechteren Oberflächen einhergehen. Durch Verwendung des Formstoffs Ceratec können hingegen Vererzungen an thermisch hochbelasteten Kernpartien gezielt vermieden werden. Die geforderte Oberflächengüte wird fast immer ohne Nachschleifen der Oberfläche erreicht.

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Zunehmende Praxiserfahrungen im industriellen Einsatz zeigen, dass der Zeitaufwand für das Putzen oft um mehr als eine Größenordnung (Faktor 10) reduziert wird oder sogar komplett entfällt, dass in bestimmten Fällen die Putzkosten um mehr als 50 % reduziert werden und dass der hohe Al2O3-Gehalt sowie die Reinheit des Formsands zu einer deutlichen Verringerung der Emissionen führen, was wiederum zu einer hohen mechanischen und thermischen Stabilität beiträgt. Um das gewünschte Festigkeitsniveau zu erreichen, genügen schon 40 bis 70 % Bindermenge – im Vergleich zu konventionellen Formgrundstoffen.

Auf der Grundlage des Erfolgs von Ceratech und den weiter gestiegenen Anforderungen an Formstoffe hat GTP Schäfer sein Angebot im Bereich Spezialformstoffe erweitert: mit Cerapearl/Cerapearl 3D und Cerashell. Cerapearl ist ein synthetischer gesinterter Formstoff. Er besitzt die gleichen positiven Eigenschaften wie Ceratec und bietet darüber hinaus zusätzliche Vorteile: Durch die geringere Dichte werden die Kernkosten reduziert – ohne negativen Einfluss auf die Gussqualität. Die Verarbeitungszeit der Cold-Box-Sandmischung von Cerapearl ist im Vergleich zu Ceratec deutlich länger. Dadurch ist es über einen längeren Zeitraum möglich, aus einer Mischung ohne Festigkeitsverlust Kerne herzustellen. Dies steigert die Produktivität – besonders bei der Herstellung von filigranen Kernen.

Um den Bereich Spezialformstoffe abzurunden, wurde der Fertigsand Cerashell entwickelt. Dabei handelt es sich um mit Harz umhülltes Cerapearl. Es kombiniert so die Vorteile eines synthetischen Formgrundstoffes mit denen von Fertigsanden. Dadurch eignet sich Cerashell für höchste Ansprüche, wie zum Beispiel im Motoren- und Hydraulikguss.

Schlagworte

BinderEisenFormstoffeGießereiGussLieferketteSchleifenVertrieb

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