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© RHI Magnesita
10.11.2022

„Bahn frei“

Nach nur weniger Monaten des Verhandelns steht fest: Das Land Hessen, der Landkreis Gießen, die Stadt Staufenberg, die Hessische Landesbahn und RHI Magnesita ziehen an einem Strang: 1,3 Millionen Euro fließen ab sofort in die Reaktivierung des Bahnabschnittes Mainzlar-Lollar. Damit kann das Werk einer ökologischen und ökonomischen Zukunft entgegenblicken.

RHI Magnesita, der Weltmarktführer für Feuerfestprodukte und -lösungen und größter Arbeitgeber in der Region Staufenberg, lud hohe VertreterInnen der hessischen Politik und Wirtschaft zu einem Festakt in das altehrwürdige Werk ein. Anlass war die Unterzeichnung des Vertrages zur Finanzierung der Instandsetzung und des Betriebes der Bahnstrecke Mainzlar-Lollar, die für das RHI Magnesita Werk Mainzlar von enormer Bedeutung ist.


Bekenntnis zum Industriestandort Deutschland

Damit können ab 2024 alle Rohstoffe zum Werk Mainzlar umweltschonend mit der Bahn transportiert statt per LKW verfrachtet werden – ein großer Gewinn für die AnrainerInnen und die Umwelt, aber auch für die künftig 110 MitarbeiterInnen im Werk. Denn: Mit der Sicherung des Bahntransportes fließen nun auch seitens RHI Magnesita Investitionen in Millionenhöhe in die Modernisierung und Flexibilisierung des Werkes. „Unser Versprechen lautete: Wenn wir in Mainzlar CO2-neutral mit der Bahn transportieren können, dann geben wir mindestens 11 Mio. Euro Investitionssumme frei und sichern damit die Zukunft des Werkes Mainzlar ab. Ich bin stolz, dass wir heute unser Versprechen einlösen können“, so Constantin Beelitz, President Europe, CIS & Turkey bei RHI Magnesita.


Aufatmen für Umwelt und AnrainerInnen

Seit Sommer 2022 wurde über die Reaktivierung der Gleise verhandelt und die dafür notwendigen behördlichen Schritte geprüft. Insgesamt wenden das Land Hessen, der Landkreis Gießen, die Stadt Staufernberg und RHI Magnesita 1,3 Mio. Euro auf, um die Gleise in den kommenden Monaten wieder fit zu machen. Das erklärte Ziel lautet: Ab 2024 werden ein bis zwei Güterzüge wöchentlich mit 18 Waggons und einer Geschwindigkeit von maximal 30 km/h von Mainzlar nach Lollar fahren. Dieser Transport wird in Summe 140 LKW-Fahrten pro Monat bzw. über 1.600 LKW- Fahrten pro Jahr in der Region ersetzen. Das bedeutet auch ein Ersparnis von mehr als 6.000 Kilogramm CO2 im Jahr, so viel wie über 400 ausgewachsene Buchen jährlich an Treibhausgasen kompensieren müssten.

„Ich freue mich, dass unsere intensiven Gespräche zu einem guten Ergebnis geführt haben. Das ist nicht nur ein Durchbruch für die Standortsicherung des Werkes Mainzlar, sondern auch ein wichtiger Schritt in den Bemühungen um eine Reaktivierung der Lumdatalbahn für den Personenverkehr. Wenn der Abschnitt bis Mainzlar auch dem Güterverkehr dienen wird, erhöht das den Nutzen dieses Projekts und damit seine Realisierungschancen“, sagte Verkehrsstaatssekretär Jens Deutschendorf. Dafür wird die Hessische Landesbahn im nächsten Schritt die 4,4 km lange Gleisstrecke von der Deutsche Bahn Netz AG übernehmen, um sie anschließend renovieren zu können.

Auch Veit Salzmann, Geschäftsführer der Hessischen Landesbahn ist voller Tatendrang und verspricht: „Wir freuen uns, dass wir RHI Magnesita in ihrem ehrgeizigen Projekt unterstützen können und werden alles dafür tun, dass die Strecke zeitgerecht für die Wiederaufnahme des Schienengüterverkehrs zur Verfügung steht“.

Auch Landrätin Anita Schneider ist stolz, auf das Erreichte in Mainzlar: „Es sind fünf Unterschriften, die hier am Standort von RHI in Mainzlar die Region alles in Bewegung setzen. Heute sichern wir Arbeitsplätze in einer ländlichen Region und fördern den öffentlichen Personennahverkehr. Denn: durch die Nutzung der Schiene für den Gütertransport erhöht sich die Chance auf eine zeitnahe Reaktivierung der Lumdatalbahn. Außerdem sparen wir massiv CO2 durch den Transport der Güter auf der Schiene und schaffen damit ein gelungenes Beispiel für den Klimaschutz durch die Verlagerung von Güterverkehr - weg von der Straße, rauf auf die Schiene.“

Bürgermeister Peter Gefeller ist ebenso erleichtert ob des Erfolges des Projektes und dem Erhalt des Standortes Mainzlar: „Es ist geschafft – unsere Schamott ist gerettet. Mit sehr guten Verhandlungen ist es gelungen, die Signale für den Weiterbetrieb des RHI Magnesita -Werks Mainzlar endgültig auf grün zu stellen. Mein Dank gilt dem Land Hessen und dem Landkreis Gießen für ihre Finanzierungszusagen aber auch der Hessischen Landesbahn, ohne die kein Güterzug auf der Strecke fahren würde. Nicht vergessen möchte ich die Verantwortlichen von RHI Magnesita. Ihnen und ihren Mitarbeitenden ist es überhaupt erst zu verdanken, dass der Betrieb im RHI Magnesita-Werk Mainzlar fortgesetzt wird. Insgesamt kann festgehalten werden: Die gemeinsamen Bemühungen ganz vieler haben zur erfolgreichen Rettung der Schamott beigetragen. Das Werk Mainzlar bleibt uns damit auch zukünftig erhalten. Mehr als 100 Arbeitsplätze konnten für unsere Region und für unsere Stadt gesichert werden. Hierfür hat sich unser aller Einsatz sicher gelohnt,“ ist Gefeller zufrieden.

www.rhimagnesita.com

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