News
Im Feingießverfahren bietet die additive Fertigung viele Vorteile. - Feinguss Blank
13.05.2019

3-D-Druck in der Feingießerei

Wer hätte vor 20 Jahren gedacht, dass man Bauteile einmal drucken kann? Die Möglichkeiten der additiven Fertigung wachsen stetig und stellen auch Feinguss Blank, Riedlingen, im Hinblick auf das Feingießverfahren vor immer neue Herausforderungen. „Es ist wichtig mit der Zeit zu gehen und Neuerungen am Markt auszutesten“, weiß der Leiter des Bereiches Formenbau. "Die Erstellung eines Werkzeuges steht am Anfang des Entstehungsprozesses eines Feingussteils und auch hier werden bereits Potenziale durch die additiven Fertigungsmethoden genutzt."

So habe man Ende 2017 den ersten 3-D Drucker im Formenbau angeschafft und kann Werkzeuge oder Werkzeugteile auf Basis von Kunstharz im 3-D-Druck herstellen. Der Drucker ist hierbei vergleichbar mit einem Tintenstrahldrucker, jedoch wird mit flüssigen Harzen anstatt mit Tinte gedruckt und die Bauteile für das Werkzeug werden schichtweise aufgebaut. Ob der Werkzeugdruck für ein Feingussteil in Frage kommt, ist hierbei von mehreren Faktoren, wie Geometrie, Genauigkeit und Losgröße abhängig.

Bei Formenbau Blank ist ein Bauraum von bis zu 250-250-200 mm druckbar. Neben den Bauteilen für ein Werkzeug kann der Drucker aber auch an anderen Stellen des Entstehungsprozesses eines Feingussteils von großer Bedeutung sein. So können unter anderem auch Teile von Vorrichtungen für nachfolgende Bearbeitungsprozesse gedruckt werden. Oder eine entsprechende Vorrichtung erleichtert den anschließenden Prüfprozess des Gussteils im Messlabor. „Gerne wird auch für entsprechendes Anschauungsmaterial auf den Drucker zurückgegriffen“, berichtet der Verantwortliche für den 3-D-Druck im Formenbau „Es ist einfach etwas anderes, wenn man dem Kunden das spätere Feingussteil in die Hand geben und zeigen kann, wie dieses einmal aussehen wird. Das schafft gegenseitiges Verständnis und schon oft konnten dadurch Konstruktionsfragen anschaulich besprochen und geklärt werden.“

Weiterhin ist dadurch eine Überprüfung der Einbausituation des zukünftigen Bauteils in der Endanwendung möglich. Mit der neuen Technik waren aber besonders zu Beginn auch neue Herausforderungen verbunden: „Wird ein Werkzeug gedruckt, besteht dieses aus Kunststoff“, erklärt der Leiter des Formenbaus, „Wird dieses im Folgeprozess in einen Spritzautomaten zur Herstellung der Wachslinge eingesetzt, erwärmt sich das Werkzeug stetig. Die Wärmeabfuhr ist werkstoffbedingt geringer als bei der Verwendung eines vollgefrästen Aluminiumwerkzeuges. Daher müssen geeignete Maßnahmen zur Kühlung des Werkzeuges umgesetzt werden, um eine wirtschaftliche Fertigung zu erreichen.“

Die additive Fertigung bringt im Feingießverfahren entscheidende Vorteile, wie erhöhte Flexibilität und deutlich schnellere Verfügbarkeit. Weiterhin können durch diese Fertigungsmethode zeitraubende Arbeitsschritte eingespart und die „Time to market“ optimiert werden. Der 3-D-Druck ist eine lohnende Alternative bei hochkomplexen Bauteilen in kleinen Losgrößen, die schnell und kostengünstig verfügbar sein müssen.

www.feinguss-blank.de

Schlagworte

Additive FertigungAluminiumFertigungFormenbauGießereiKonstruktion

Verwandte Artikel

Der neue Kipptrommelofen steigert die Produktionskapazität des Trimet Recyclingwerks in Gelsenkirchen um 20 Prozent.
16.04.2024

Trimet macht Aluminiumrecycling grüner

Der Aluminiumhersteller hat die Produktionskapazität des Standorts erweitert und mit dem Umbau der Energieversorgung gleichzeitig die CO2-Emissionen erheblich gesenkt.

Aluminium Eisen Energieeffizienz Produktion Recycling Schmelzen Werkstoffe
Mehr erfahren
15.04.2024

Auftragsmeldung von Otto Junker

Die Eisengießerei Th. Schultz beauftragte die OTTO JUNKER GmbH mit der Lieferung und Inbetriebnahme einer Mittelfrequenz-Induktions-Tiegelofenanlage.

Eisen Fertigung Guss Gusseisen Maschinenbau Sicherheit
Mehr erfahren
11.04.2024

Bewerbungen für den Altair Enlighten Award 2024 können ab sofort eingereicht werden

Der Preis zeichnet herausragende Innovationen der Automobilindustrie im Bereich des nachhaltigen Leichtbaus aus

Automobilindustrie Design Eisen Ingenieurwesen Konstruktion Leichtbau Nachhaltigkeit Organisation Produktion Recycling Sicherheit
Mehr erfahren
Virtuelles Treffen mit Avatar am digitalen Zwilling einer Produktionsmaschine.
09.04.2024

EU-Parlament will menschzentrierte Virtuelle Welten

Das Bundesförderprojekt »5G Troisdorf IndustrieStadtpark« hat einen Industrial Metaverse Demonstrator für Fernwartung und Training im Bereich Maschinenbau und Produktion...

CAD Datenschutz Gestaltung Kommunikation Konstruktion Maschinenbau Produktion Sicherheit
Mehr erfahren
Bislang werden beim metallischen 3-D-Druck für CAD, CAM und Nacharbeit verschiedene Datenformate genutzt. Ein einheitliches offenes Format beschleunigt die Prozesse erheblich.
08.04.2024

Offenes Datenformat vereinfacht 3-D-Druckprozess

Ein neues Datenformat vereinfacht die Datenverarbeitung entlang der Prozesse beim 3-D-Druck von Metallen.

3-D-Druck CAD Fertigung Forschung Industrie 4.0 Konstruktion Software Strahlanlage
Mehr erfahren